Aus dem Stadtrat

20-02-2015: Fahrradwege - Schneeräumung

Der Schnee von der Straße landet auf den Radwegen und der Schnee der Bürgersteige ebenfalls. Dies führt für die Radfahrer zu großen Erschwernissen bei der Benutzung ihres Verkehrsmittels und stellt darüber hinaus eine sehr große Gefahrenquelle dar.

 

Update: 20.02.2015 auf weitere Nachfragen hier die  2. Antwort (das klingt doch schon besser, hoffen wir auf einen besseren nächsten Winter für Radfahrer)

 

Sehr geehrter Herr Bevc,

vielen Dank für Ihre mail. Das Thema Winterdienst auf Radwegen schlägt jeden Winter auf und gerade in diesem Winter, in dem heftiger Schneefall und Tauwetter sich schnell abwechselten, ist das Thema noch aktueller.

Ich werde deshalb  - aber auch, weil mir das Thema seit meinem Amtsantritt wichtig ist - in den nächsten Werkausschuss des Abfallwirtschaft- und Stadtreinigungsbetriebs am 18.3.2015  eine mit dem Baureferenten abgestimmte Beschlussvorlage einbringen um den Winterdienst auf Radwegen zu verbessern. Eine ausführliche Diskussion über das Thema kann dann im Ausschuss geführt werden.

Meinem Kollegen Gerd Merkle und mir ist klar, dass auch auf diesem Gebiet Handlungsbedarf besteht, wenn Augsburg das Projekt Fahrradstadt 2020 erfolgreich umsetzen will – und das wollen wir.

Die einzelnen Fragen können gerne in der Ausschusssitzung gestellte werden und wir werden versuchen, sie zu beantworten.

mit freundlichen Grüßen

Reiner Erben, berufsmäßiger Stadtrat

 


1. Antwort:

Sehr geehrter Herr Dr. Bevc,

auf Ihre mit E-Mail vom 18.01.2015 weitergeleitete Anfrage von Herrn
Nowak nehmen wir nachstehend Bezug:

Auf Radwegen besteht grundsätzlich keine
Sicherungspflicht. Die Sicherungspflicht beschränkt sich lediglich auf verkehrswich-ge und
gefährliche Radwegstellen. Die Winterdienstpraxis wird deshalb von Städten und Gemeinden
unterschiedlich wahrgenommen:

- Radwege werden nur geräumt,

- Radwege werden geräumt und mit Split gestreut,

- Radwege werden geräumt und mit Salz gestreut.

In der Stadt Augsburg hat
sich in den vergangenen Jahren daraus eine Kompromisslösung als beste Variante für die Sicherung
der selbständigen Radwege entwickelt, nämlich Räumung und Streuung mit einem
Split-/Salzgemisch.

Für die Streuung und Räumung der Rad- und Gehwege stehen in Augsburg 20
Mehrzweckfahrzeuge bereit. Die jeweiligen Streu- und Räumpläne sind so ausgelegt, dass sie in ca.
4 Stunden abgefahren werden können. Dies bedeutet, dass die wich-gen Geh- und Radwege
während der „normalen“ täglichen Arbeitszeit von 8 Stunden zweimal geräumt und gestreut
werden können. An Tagen mit weiteren Schneefällen bzw. erneuter Glä1ebildung vor 20.00 Uhr
wird auch am Nachmi1ag/Abend geräumt und gestreut.

Zusammenfassend ergibt sich somit aus
der personellen und maschinellen Leistungsfähigkeit heraus bisher eine zwei- bis dreimalige
Sicherung am Tag zwischen 4.00 Uhr und 20.00 Uhr. In Städten wie Nürnberg und Würzburg
werden Radwege bereits nachrangig – bei starken Schneefällen erst am nächsten Tag bzw. nur an
gefährlichen und wich-gen Stellen geräumt und gestreut.

Zum Projekt "Fahrradstadt 2020"
werden Umwelt- und Baureferat eine entsprechende Vorlage für die städ-schen Gremien
vorbereiten. Baureferent Gerd Merkle und ich werden uns persönlich für eine Verbesserung der
Situa-on einsetzen. Eine angestrebte Realisierung erheblicher Verbesserungen für die
Fahrradfahrer während der Wintermonate ist abhängig von einer posi-ven Beschlusslage im
Stadtrat.

Mit freundlichen Grüßen Reiner Erben, berufsmäßiger Stadtrat

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