Aus dem Stadtrat

29-05-2018: Der Herrenbach und seine Hochwassergefahr

Auf der gestrigen Infoveranstaltung der Stadt Augsburg zur Fällung der Bäume am Herrenbach wurde das Kommunikationsdesaster der Stadtregierung greifbar.

Weder wurde klar warum jetzt ganz schnell zur Vogelbrutzeit gehandelt werden muss, noch welche konkreten Anstrengungen die Regierung in den letzten Monaten unternommen hatte die eigentliche Ursache anzugehen: nämlich Alternativen und Kosten einer baulichen Anpassung des Herrenbachs und seines Dammes oder einer verbesserter Schleusentechnik im oberen Bachverlauf um notwendige Baumfällungen zu minimieren.

96 von 191 Bäumen entlang des Baches werden nun ab heute, Dienstag früh, in 3 Etappen zur Fällung freigegeben. Jeder einzelne Baum kommt der städtischen Logik folgend bei Sturm als mögliche Ursache für einen Dammbruch mit anschliessendem Überflutungsszenario im Wohngebiet mit Gefahr für Leib und Leben in Betracht.

Es fehlte an einer nachvollziehbaren Risikoanalyse zu den austretenden Wassermengen des Baches bis zur vollständigen zeitlichen Schleusenschliessung oberhalb des Bachlaufes im Dammbruchfall. Der künstlich angelegte Herrenbach ist nun mal kein unkontrollierbarer reissender Fluss.

Warum in einer sonst so risikobereiten Gesellschaft ausgerechnet in diesem Fall mit 100% Sicherheit argumentiert wird, erschliesst sich letztenendes nicht.

Stadtratsunterlagen mit Massnahmenkonzept.pdf (Fällung erst September 2018) aus dem Umweltausschuss findet ihr hier https://ratsinfo.augsburg.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=19279

 
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