Aus dem Stadtrat

01-04-2019: FOS BOS - Oppositionsarbeit zeigt Wirksamkeit
Am 27.11.2018 beschloss der Stadtrat mit 46 zu 8 Stimmen eine Gesamtsanierung des FOS/ BOS Komplexes, der sich in einem mehr als heruntergekommen Zustand befindet. Undichte Dächer und schimmelige Wände machen den Schulalltag zur absoluten Zumutung.

Eine Sanierung sei finanziell wesentlich weniger aufwändig und außerdem realistischer umzusetzen, die Begründung der Befürworter. So sei beispielsweise kein Platz für Ausweichräume während des Neubaus gegeben. Als Gegenargument verwies die Ausschussgemeinschaft und die Fraktion Pro Augsburg auf den Parkplatz des Komplexes, der für die Entstehung neuer Unterrichtsräume samt Tiefgarage genutzt werden könnte.

Wie in einem schlechten Krimi

Unter Berufung auf den zugrundeliegenden Bebauungsplan blockierte Baureferent Gerd Merkle diesen Vorschlag und trieb die Sanierungspläne weiter voran. Unser Oliver Nowak kam bei seinen Recherchen schließlich zu dem Ergebnis, dass besagter Bebauungsplan überhaupt nicht existiert und die Argumentationsgrundlage dementsprechend haltlos ist. Somit wurde der Beschluss für eine Gesamtsanierung auf der Grundlage falscher Tatsachen gefällt und die Opposition in ihrer Kritik bestärkt.

Der Widerstand wird größer

Nun werden auch anderenorts die Stimmen für einen Neubau lauter: Unter dem Hashtag #guckmalköhler wenden sich die Schüler von FOS und BOS mit erschreckenden Dokumentationen der maroden Gebäude an die Öffentlichkeit. Dabei richten sie ihre Forderungen nach städtischem Einlenken insbesondere an den Bildungsreferenten Hermann Köhler (CSU), den sie in einer besonderen Verantwortung für das Ausbleiben von Sofortmaßnahmen sehen.

Und auch der Ministerialbeauftragte der Regierung von Schwaben, Konrad Maurer, der nun beide Bauvorhaben prüfen soll, äußert Kritik an dem Sanierungsvorhaben. Weder die finanzielle noch die zeitliche Einschätzung des Hochbauausschusses entsprechen seinen Erkenntnissen, wobei sich ein Neubar als wesentlich kosten- und zeiteffizienter darstellt, als vorgeben. Da stellt man sich doch die Frage, ob ein Neubau im Vorfeld überhaupt geprüft wurde und welche Interessen hier eigentlich berücksichtigt werden…

Die Polit-WG wird sich natürlich weiterhin für die Interessen der SchülerInnen einsetzen!
 
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